Dr. Hans-Hermann Wörl, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie exklusiv im Gespräch mit BeautyZoom über den Wert von 25 Jahren Berufserfahrung und wie spannend es ist, dieses Wissen weiterzugeben und gleichzeitig immer dazu zu lernen.

BeautyZoom: Sie haben sehr viele Jahre in Kliniken gearbeitet. War der Sprung in die Selbstständigkeit schwierig?
Dr. Wörl: „Meine Arbeit in den Münchner Kliniken möchte ich nicht missen. Ich habe unendlich viel gelernt und wirklich sehr schwierige Fälle operiert. Das prägt einen und ist natürlich ein wertvoller Erfahrungsschatz, aus dem ich auch heute noch schöpfe. Als Teamplayer wollte ich mich eigentlich nicht selbstständig machen, bin heute aber in meiner Praxisgemeinschaft Widenmayer16 sehr glücklich. “

BeautyZoom: Was war Ihr schwierigster Fall?
Dr. Wörl: „Am meisten haben mich die Operationen an Kindern belastet, sowohl psychisch, als auch körperlich. Man leidet immer ein Stück mit, wenn man den kleinen Menschen schon am Anfang ihres Leben eine oder sogar mehrere Operationen zumuten muss.“

BeautyZoom: Und in der ästhetischen Medizin?
Dr. Wörl: „Anspruchsvoll ist es Menschen zu operieren, die schon von Natur aus sehr gut aussehen und mit kleinen Problemzonen kommen, die sie optimieren möchten. Der schwierigste Fall war deshalb für mich die OP eines Top-Models. Es ist außerdem anstrengender ein Facelift durchzuführen als eine zerquetschte Nase zu richten. Der Anspruch an das Ergebnis ist natürlich viel höher und es handelt sich ja auch um eine medizinisch nicht notwendige Operation.“

BeautyZoom: Lehnen Sie auch Operationswünsche ab?
Dr. Wörl: „Das kann durchaus vorkommen. Wenn ich den Verbesserungswunsch überhaupt nicht nachvollziehen kann oder wenn ich den Eindruck habe, dass die Erwartung an den Eingriff das realistische Maß des Machbaren übersteigt. Deshalb ist das Gespräch vor der Operation so enorm wichtig.“

BeautyZoom: Nach welchen Kriterien gehen Sie vor?
Dr. Wörl: „Ich frage mich zum Beispiel immer: Würde ich das auch meinen Angehörigen empfehlen? “

BeautyZoom: Wie wichtig ist Ihnen die Aufklärung?
Dr. Wörl: „In diesem Punkt bin ich vielleicht sogar ein bisschen zu kritisch. Ich würde mich selbst als einen sehr ehrlichen Aufklärer bezeichnen, der die Operationen im Zweifel eher zu drastisch als zu beschönend darstellt. Das Beratungsgespräch ist für mich in der Tat der wichtigste Punkt einer Behandlung. Ich mache keine falschen Versprechen, denn ich wünsche mir zufriedene Patienten.“

BeautyZoom: Sie haben die ästhetische Medizin einmal als Krönung der Rekonstruktion bezeichnet. Wie meinen Sie das?
Dr. Wörl: „Die Rekonstruktionsmedizin ist für mich die grundsolide Basis, auf der ich aufbaue. Die ästhetische Medizin ist die Krönung weil es darum geht, Schönes noch schöner zu machen.“

BeautyZoom: Wie oft operieren Sie im Jahr?
Dr. Wörl: „Ich bin sehr ausgelastet und operiere mindestens 350 mal im Jahr.“

BeautyZoom: Und schließlich, warum liegt Ihnen Aus- und Fortbildung so am Herzen?
Dr. Wörl: „Ich hatte das große Glück bei Professor Wolfgang Mühlbauer und Professor Edgar Biemer, also bei zwei herausragenden Chirurgen lernen zu dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar und freue mich, mein Wissen heute weiter zu geben. Da man nie auslernt bleibt auch für mich persönlich Fortbildung immer ein wichtiges Thema.“

 

Expertenprofil Praxisprofil

Verwandte Suchbegriffe:

Share beautiful knowledge!   Share on FacebookShare on Google+Pin on PinterestShare on TumblrTweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someone