Ich habe einen Kräutergarten. Mit Zitronenthymian, Salbei, Rosmarin, Lavendel, Blutampfer, Schafgarbe, … Da würd ich nicht fertig, wenn ich sie alle aufzähle. Was ich aber an dieser Stelle aber sagen kann ist, dass mir das liebste Kraut in meinem Kräutergarten die Pfefferminze ist. Ich habe sogar drei verschiedene Arten. Ich liebe nicht nur Geruch und Geschmack. Ich finde, Pfefferminze ist einfach das vielseitigste Gewächs in meinem Kräutergarten. Ich sage absichtlich nicht „das vielseitigste Gewächs überhaupt“, denn das ist Geschmackssache und ich nehme mir natürlich auch nicht heraus zu behaupten, ich würde alle Kräuter kennen.

Die Arzneipflanze des Jahres 2004 ist eine beliebte Heil- und Gewürzpflanze. Im Vergleich zu anderen Minzegewächsen zeichnet sich die Pfefferminze durch einen hohen Menthol- und einen niedrigen Carvongehalt aus. Die Pfefferminze ist eine 30 bis 90cm hohe, frostharte, ausdauernde krautige Staude. Sie wurzelt flach und bildet zahlreiche sowohl unter- als auch oberirdische Ausläufer. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und die ab Juli erscheinenden Blüten, die rosa bis lila blühen, endständig. Soviel hier kurz zur „allgemeinen Pflanzenkunde“.

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Mhhhh lecker …

Jetzt zu ihrer Vielseitigkeit. Pfefferminze ist ein Tausendsassa. Sie hat ihren festen Platz in alkoholfreien und alkoholischen Getränken. Im Sommer kommt in jeden meiner grünen Smoothies mindestens ein Blatt Pfefferminze. Ich liebe das! Sie peppt Schokolade auf. Sie erfrischt uns als Zutat in Eis. Als Gewürzpflanze kommt sie auch immer häufiger in der warmen Küche zum Einsatz und ihre Verwendung in zahlreichen Kosmetika kennen wir schon von Kindesbeinen an. So gibt es doch kaum eine Zahnpaste, die keine Pfefferminze enthält. Und in Abwesenheit der Möglichkeit zum Zähneputzen pflegt und erfrischt sie als Zutat in Kaugummis unsere Zähne und unseren Atem. Ein Blatt einfach mal so zu zerkauen, hat übrigens den gleichen Erfrischungseffekt. Außerdem ist sie eine beliebte kühlende Zugabe in Duschgels und Parfums. Nicht jeder verträgt Pfefferminze in Kosmetika, weil das ätherische Öl der Pfefferminze sehr intensiv und, wie soll ich sagen … scharf und wie gehabt auch Geschmackssache ist.

Kühlende Hautpflege

Diese angenehme Kühle auf Haut und Schleimhäuten basiert auf dem zum Großteil in den Blättern enthaltenen ätherischen Öl, welches zu ca. 60% aus Menthol besteht. Dieses rein subjektive Gefühl, welches von den Mentholmolekülen verusacht wird, die vorrangig die Kälterezeptoren reizen, empfinden wir besonders im Sommer und nach dem Sport als äußerst angenehm. Außerdem enthält das ätherische Öl Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Die Kombination der Inhaltsstoffe wirkt innerlich angewendet appetitanregend, krampf- und schleimlösend. Die äußerliche Anwendung und Wirkung reicht von Entspannung durch ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf die Schläfen bei Kopfschmerzen, über freies Durchatmen durch Inhalieren bei Schnupfen bis hin zu Gesichtswasser gegen unreine Haut und Zutat in Duschgels und Cremes auch gegen alle Arten von Körpergerüchen.

dagmar_schulerAutor: Dagmar Schuler

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