In der kalten Jahreszeit  hat sensible Haut besonders viel zu leiden: Kälte klirrt in den Poren, ständig zerrt Wind an ihr und zuhause wird sie noch von trockener Heizungsluft malträtiert. Aber auch jetzt im Frühling, wo die Natur wieder erblüht und aufatmet, macht bei vielen Menschen die Haut ebenfalls eine große Veränderung durch, was zu Belastungen führen kann. Mit der richtigen Pflege kann man hier Reizungen und Rötungen entgegenwirken.

Täglich kann man sie beobachten: Menschen, die kleine Cremedosen aus ihren Taschen hervorkramen, um sich Lippen, Hände und Nasen einzucremen. Im Moment haben viele Menschen das Gefühl eine raue Haut zu haben, sobald sie trockener Heizungsluft ausgesetzt sind. Schuld ist oft auch die trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen, die unserer Haut Feuchtigkeit entziehe. Gleichzeitig bekommt unsere Haut weniger frischen Sauerstoff und Nährstoffe, spannt und fühlt sich trocken an.

Doch nicht jeder, der zu dieser Jahrezeit mit trockener Haut kämpft, hat gleich eine sensible Haut oder gar eine Allergie! Empfindliche Haut kann auch das Spiegelbild davon sein, wie wir unsere Haut allgemein behandeln. Hier ein paar Pflege-Tipps für ein besseres Hautbild.

Sensible Haut: Bei der Pflege auf die Inhaltsstoffe achten

Dass empfindliche und sensible Haut meist zu trocken ist liegt daran, dass sie nicht genügend Talg produziert. Normalerweise helfen die Talgdrüsen der Haut, Feuchtigkeit zu speichern und sie vor Umwelteinflüssen zu schützen. Fehlt die Feuchtigkeit, kann es zu Schwellungen, Rötungen oder allergischen Hautausschlägen kommen. Verhindern lässt sich das mit der richtigen Pflege – und dabei kommt es auf die Inhaltsstoffe an. Gesichtswasser und Reinigungslotionen, die zu viel Alkohol enthalten, sollte man mit einer empfindlichen Haut besser meiden, denn der trocknet sie noch mehr aus. Auch bei Cremes muss darauf geachtet werden, dass sie feuchtigkeitsspendende, rückfettende, hautberuhigende und regenerierende Zutaten enthalten.

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Finger weg von Peelings bei sensibler Haut!

Trockene und sensible Haut ist ohnehin schon dünner als „normale“ Haut. Doch hat die Haut keinen robusten Schutzschild können die Inhaltsstoffe von Kosmetika sie noch mehr reizen und sogar allergische Reaktionen hervorrufen. Deshalb: Auf Peelings verzichten!

Zu viel Pflege für sensible Haut schadet nur

Nicht jede Hautreaktion muss gleich eine Allergie sein. Auch das falsche Pflegeprodukt (oder eine Kombination aus verschiedenen Produkten) kann die Ursache für Juckreiz oder kleine Pickelchen sein. Ratsam ist, lieber bei einer Pflegeserie zu bleiben, bei der die Inhaltsstoffe aufeinander abgestimmt sind. Auch zu häufiges Duschen strapaziert die sensible Haut, weil es ihr Feuchtigkeit entzieht. Ansonsten gilt: Beim Duschgel darauf achten, dass es wenig Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe enthält, nicht zu heiß duschen und nicht exzessiv mit dem Handtuch abrubbeln. Gut sind Duschöle oder Cremeduschen, da sie der Haut weniger Fett entziehen.

Hilfe von innen für sensible Haut

Für die Regeneration braucht unsere Haut Vitamin A. Das findet sich in Eigelb, Aprikosen, Brokkoli, Grünkohl und Möhren wieder. Omega-3– und Omega-6-Fettsäuren, die in Lachs, Makrelen, Nüssen und Pflanzenölen enthalten sind, helfen „von innen“ genauso wie ausreichend Flüssigkeit – Wasser, Fruchtschorlen, Früchte- und Kräutertees. So bekommen die Zellen auch von innen Feuchtigkeit. Die Entstehung von trockener Haut kann auch auf Untergewicht, Medikamente, Flüssigkeitsmangel und den Konsum von Alkohol- und Nikotin zurückgehen.

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Achtung bei „pH-neutralen“ Cremes

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass als „pH-Wert 7“ bzw. „pH-neutral“ deklarierte Produkte, automatisch gut für unsere Haut sind. Das stimmt so nicht.  „Der durchschnittliche pH-Wert unsere Haut liegt zwischen 4 und 6. Es gibt individuelle Unterschiede und auch Unterschiede in den Körperregionen“, erklärt Dr. Simone Presto vom Medical Management des Kosmetikunternehmens Eucerin. Waschen und cremen wir nun mit Produkten, die einen neutralen pH-Wert besitzen, kann das unseren natürlichen Säureschutzmantel, also den Wasser-Fett-Film der Haut zerstören. Die Folge: Trockenheit, Reizungen und Allergieempfindlichkeit. Also unbedingt auf den pH Wert achten und „erspüren“, was Ihrer Haut gut tut!

 

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